Informationen für Betroffene mit Milchallergie und Laktoseintoleranz

Ratgeber für ein Leben ohne Milch

Informationen für Betroffene mit Milchallergie und Laktoseintoleranz
 
 
Milchallergie
Wissenswertes über gesunde Ernährung

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt generell eine fett-, zucker- und salzarme Ernährung. Lebensmittel wie Obst und Gemüse sollten ebenso zu den täglichen Nahrungsmitteln gehören wie Getreide- und Vollkornprodukte. Milch liefert einen hohen Anteil essenzielles Kalzium und wertvolle Vitamine, weshalb auch milchhaltige Produkte zur Liste der gesunden Lebensmittel zählen – der Fett- und Zuckergehalt sollte allerdings beachtet werden. Fisch, Fleisch und Eier eignen sich aufgrund ihrer einzigartigen Nährstoffkombinationen für eine vollwertige und gesunde Ernährung, sollten jedoch in Maßen verzehrt werden.

Wissenswertes über gesunde Ernährung

Die Diskussion, ob eine vegetarische oder gar vegane Ernährung gesund ist, hält bis heute an. Auch der Verzicht auf milchhaltige Produkte in der Ernährung bleibt stets ein Thema. Bei Menschen mit einer Milchallergie oder einer Laktoseintoleranz wird die milchfreie/milcharme Ernährung vorausgesetzt. Auch aus Gründen des Tier- und Umweltschutzes kann man eine milchfreie/milcharme Ernährung bevorzugen.

Essenzielle Nahrungskomponenten als Voraussetzung einer gesunden Ernährung

Um sich gesund zu ernähren und fit zu bleiben, benötigt der Körper bestimmte Bestandteile aus der Nahrung. Proteine, Fette, Kohlenhydrate, Vitamine und Mineralstoffe sind die essenziellen Bausteine einer gesunden Ernährung. Je vielseitiger die täglichen Nahrungsmittel in der Ernährung sind, desto besser.

  • Protein (Eiweiß) ist in vielen Lebensmitteln enthalten, nicht nur in Milch. Tierische Proteine liefern schnell und lang anhaltend Energie und können in Maßen zu einer gesunden Ernährung beitragen. Besonders wichtig in der Ernährung sind die im Eiweiß enthaltenen Aminosäuren. Pflanzliche Proteine sind besonders gut verwertbar und gut verdaulich. Ihr Bedarf wird bei einer fleisch- oder milchlosen Ernährung durch den Verzehr von Obst und Gemüse gedeckt.
  • Fette sind in diversen Lebensmitteln enthalten. Bei einer gesunden Ernährung kommt es vor allem darauf an, seinen Bedarf an ungesättigten Fettsäuren zu decken. Ungesättigte Fettsäuren wie Omega 3 sorgen für die Aufnahme fettlöslicher Vitamine, speichern Energie und versorgen das Gehirn. Gute Fette finden sich in vielen pflanzlichen Ölen, Nüssen und Saaten und sollten so Bestandteil einer gesunden Ernährung sein.
  • Kohlenhydrate sorgen für Sättigung. Den Unterschied macht die Zusammensetzung der Kohlenhydrate. Kurzkettige Kohlenhydrate, die zum Beispiel in Brot, weißen Brötchen, Nudeln und Reis enthalten sind, liefern schnell einen Energieschub und erhöhen den Blutzuckerspiegel kurzzeitig. Besser sind langkettige Kohlenhydrate aus Vollkornprodukten und Saaten, die nur langsam verdaut werden und deshalb länger satt halten. Sie gehören zu einer gesunden Ernährung dazu.
  • Vitamine sind in vielen Lebensmitteln vor allem in Obst- und Gemüsesorten enthalten und haben in den richtigen Maßen einen höchst positiven Effekt auf die Gesundheit. Sie stärken das Immunsystem, fördern die natürliche Stoffwechselaktivität und stärken diverse Körperfunktionen sowie das Wohlbefinden. Bei einer gesunden Ernährung mit viel Obst und Gemüse wird der menschliche Bedarf an Vitaminen auf natürliche Weise gedeckt. Nahrungsergänzungsmittel sind bei einer milchfreien Ernährung i. d. R. nicht notwendig.
  • Mineralstoffe sind essenziell für die Gesundheit des Menschen. Kalzium gehört zu diesen wichtigen Mineralstoffen, weshalb viele Menschen Milch zur Deckung des täglichen Bedarfs zu sich nehmen. Denn Kalzium und Magnesium werden vom menschlichen Stoffwechsel nicht selbst hergestellt und müssen dementsprechend über die Nahrung zugeführt werden. Getreideprodukte, Nüsse, Obst und Gemüse liefern auch einen hohen Anteil an Kalzium, das wegen seiner pflanzlichen Herkunft besser verdaulich und verwertbar ist als das Kalzium der Kuhmilch.

Sabrina Mandel

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Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt generell eine fett-, zucker- und salzarme Ernährung. Lebensmittel wie Obst und Gemüse sollten ebenso zu den täglichen Nahrungsmitteln gehören wie Getreide- und Vollkornprodukte. Milch liefert einen hohen Anteil essenzielles Kalzium und wertvolle Vitamine, weshalb auch milchhaltige Produkte zur Liste der gesunden Lebensmittel zählen – der Fett- und Zuckergehalt sollte allerdings beachtet werden. Fisch, Fleisch und Eier eignen sich aufgrund ihrer einzigartigen Nährstoffkombinationen für eine vollwertige und gesunde Ernährung, sollten jedoch in Maßen verzehrt werden.

Im Gegensatz zur Milchallergie, bei der es sich um eine Überreaktion des Immunsystems gegen bestimmte Eiweißverbindungen in der Milch handelt, liegt mit der Laktoseintoleranz ein erbliches Merkmal vor. Dementsprechend ist eine Laktoseintoleranz keine Krankheit im eigentlichen Sinne, sondern ein individuell vorliegendes Merkmal. Nicht Betroffene haben ein sogenanntes Laktase-Gen, was die Verdauung von Milchzucker ermöglicht. Dieses Gen fehlt bei Menschen mit Laktoseintoleranz, weshalb in der Milch enthaltener Milchzucker nicht aufgespalten werden kann.

 

Verschiedene Zusätze und synthetisch hergestellte Substanzen finden sich in einer Vielzahl unserer täglichen Nahrungsmittel und können bei einigen Menschen Allergien auslösen. Im Zusammenhang mit dem Begriff Lebensmittelallergie hört man auch von den Krankheitsformen der Milchallergie und der Laktoseintoleranz, die häufig synonym verwendet werden. Allerdings ist eine Milchallergie medizinisch gesehen eine grundlegend andere Erkrankung als eine Laktoseintoleranz, obwohl die Symptome sehr ähnlich sind. Um die Symptome und Ursachen behandeln zu können, muss differenziert werden, ob es sich bei der Erkrankung um eine Milchallergie oder eine Laktoseintoleranz handelt.